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Jakobs Leiter - Bewusstsein im Dritten Jahrtausend
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Tarock-OrakelJakobs Leiter - Bewusstsein im Dritten Jahrtausend

Die Kirchen-Reformatoren und das 3D-Bewusstsein


Die Reformatoren - als typische Vertreter des 2D-Bewusstseins (siehe auch KREUZ) - konnten leider noch nichts zum besseren Verständnis des biblischen Lebensbaumes oder der Jakobsleiter beitragen (siehe auch PYRAMIDE). Aber vielleicht kann ihre Erwähnung an dieser Stelle dabei helfen, uns den Zugang zum 3D-Bewusstsein ein wenig zu erleichtern. Denn letzteres ist - auch noch nach drei Jahrtausenden - ein biblisches Geheimnis geblieben, ein Buch mit sieben Siegeln.

Der Name "Reformation" deutet schon an, dass von deren Repräsentanten keine spirituellen Grenzüberschreitungen in unserem Sinn zu erwarten waren. Es ging ihnen lediglich um eine Sichtung und Neuordnung des Althergebrachten - also um eine Renovierung der "zweidimensionalen" Kirche gewissermaßen.


Und dennoch berührt etwa Luthers Zweifel an der Vermittlerrolle der Kirche zwischen Gott und Mensch bereits den Fuß von Jakobs Leiter.
Luther fasst das Wesen der Verbindung zwischen Oben (Gott) und Unten (Mensch) genauer ins Auge. Aber er erkennt nicht, dass dieses vermittelnde Prinzip die Besonderheit des "Menschseins an sich" ist und somit grundsätzlich keinerlei Autorisierung durch fromme Institutionen bedarf. Und - Luther missdeutet (wie all die anderen vor und nach ihm auch) das "Oben". Sein zweidimensionales Bewusstsein begreift "Gott" - bildlich gesprochen - als den oberen Punkt eines Kreuzes: oben ist Gott, unten der Mensch. Dass letzterer aber das "Oben" - wiederum bildlich - in der dritten Dimension statt in der zweiten suchen muss, überfordert sein Bewusstsein. Um im Bilde zu bleiben: Luther steht am Fuße der Leiter aber er sieht sie nicht, weil er auf das Kreuz fixiert ist, d.h. auf das Fundament der Bewusstseins-Pyramide.

Aber selbstverständlich kann man es nicht allein Luther oder den Reformatoren anlasten, wenn sich bis ins Wassermannzeitalter hinein noch immer kein Gottesgelehrter, kein Mystiker und kein Papst in die 3. Bewusstseins-Dimension zu erheben vermag. Und dennoch wird auf deren spirituelle Bedeutung schon in der Symbolik der biblischen Schöpfungsgeschichte verwiesen (als dem "Baum des Lebens").

Die Repräsentanten der jüdisch-christlichen Glaubenslehren sind noch immer Gefangene ihres zweidimensionalen Bewusstseins - genau so gut könnten sie predigen, die Erde sei eine Scheibe.


Auch Calvin stand mit seiner Prädestinationslehre am Fuße der Jakobsleiter, ohne sich dessen bewusst zu sein. Auch er war gefangen in der zweidimensionalen Vorstellung von einem "oben" thronenden Gott, der dem Menschen ("unten") seine Vorherbestimmung für ein gutes ("links") oder ein schlechtes ("rechts") Schicksal zuteilte. Aus der 3. Dimension des Bewusstseins heraus betrachtet, stellt sich dieses "gut" und "böse" aber als eine Polarisierung dar zwischen Materie ("unten") und Geist ("oben") auf der Jakobsleiter... Das "oben und unten" des Kreuzes wird damit allenfalls zu einem "rechts und links" innerhalb eines umfassenderen "Unten"...

Ob wir unser Leben mehr der Materie verhaftet oder dem Geist zugewandt führen können, ergibt sich (trotz Calvins Prädestinationslehre) aus der Summe aller unserer früheren Existenzen, welche die Höhe unseres gegenwärtigen Bewusstseins-Levels bedingen. Mit anderen Worten: unser Schicksal wird uns nicht vom lieben Gott im Himmel zugeteilt sondern ist das Resultat aus der Summe unserer jeweiligen Verfehlungen und Verdienste in früheren Erdenleben. Dies zu erkennen, lässt uns bereits die ersten Sprossen auf der Jakobsleiter erklimmen.

Den Reformatoren gemeinsam war eine mehr oder weniger distanzierte Haltung zu jenem seltsamen Dogma, nach dem im römisch-katholischen Ritual sich beim Abendmahl - einer Idee des Saulus/Paulus zufolge - Rotwein und Brot in den physischen Leib Christi verwandeln sollen (Theologen-Latein: "Transsubstantiation")...

Im Jahre 1529 etwa beratschlagten Zwingli, Melanchton und Luther, was von derlei Lehren zu halten sei. War Jesus symbolisch oder tatsächlich leiblich in Brot und Wein gegenwärtig? Falls ja - wozu wäre ein solches "Wunder" gut, das man nicht sah? Tat es - statt der leiblichen Präsenz des Herrn - nicht besser dessen Geist? Also distanzierte man sich ein bisschen von diesem Mysterium... aber akzeptierte es auch ein bisschen.
So bietet diese immer wieder mal "verbesserte" Lehre bis zum heutigen Tag Anlass zu gegenseitigen Provokationen ("wir sind die Kirche") zwischen Katholiken und Reformierten.

Doch wie stellen sich unreformierte Lehren dieser Art aus der Perspektive der 3. Bewusstseinsdimension dar? Zwei Punkte sollten wir genauer betrachten.

Punkt 1:

Das Alte Testament hat mit seinen überlieferten Histörchen und wunderbaren Erzählungen einen kabbalistisch-metaphysischen Kern, nämlich die Lehre vom Baum des Lebens. Dank all der Geschichten von der Erschaffung der Welt, von den Ereignissen im Paradies usf. konnte sich dieser Kern bis in die Gegenwart hinein erhalten, wenn auch eher rudimentär. (Selbst im Tarot und in unseren Skatkarten lassen sich übrigens noch entsprechende Spuren finden.) Dieser kabbalistische Kern ist quasi das Wasserzeichen - oder das Qualitätssiegel - der Thora bzw. des Alten Testaments.

Als viele Jahrhunderte später Jesus die Bühne des Lebens betreten und bereits auch wieder verlassen hatte, spaltete er noch immer die frommen Juden in solche, die in ihm den angekündigten Messias sahen und in solche, die ihn als Messias ablehnten.
So haben bald eifrige Jesus-Anhänger mit Schlauheit und List daran gearbeitet, Jesus in einem Neuen Testament mit allen denkbaren Insignien eines Erlösers und Messias zu versehen.

Dazu deuteten sie etwa Prophetenworte des Alten Testaments um; sie schrieben für Jesus eine komplette Genealogie, die zurückreicht bis in Abrahams Schoß. Sie wussten auch Wunderbares um Jesu Geburt, Leben und Tod zu berichteten. Und sie verwandten äußerste Sorgfalt darauf, alle echten historischen Spuren zu verwischen, indem sie vorbeugend und systematisch komplette Bibliotheken abfackelten.

Zur Autorisierung ihres Neuen Testaments hatten sie dieses ebenfalls mit dem erwähnt rudimentären kabbalistischen Qualitätssiegel versehen.

Wie lautete doch gleich die Strafandrohung für Falschmünzerei: "wer Banknoten fälscht oder gefälschte Banknoten in Umlauf bringt, der wird bestraft..." oder so ähnlich?

Die entscheidende Änderung von Alt zu Neu bestand also darin, dass die Geschichten um das jüdische Volk (auf seinem Weg ins gelobte Land) durch die Geschichten um den Erdenwandel des Erlösers (und seine Auferstehung) ersetzt worden waren. "Jüdisches Volk" und "Jesus Christus" sind für die Autoren der Bibel Synonyme: Beides steht für das sich entfaltende menschliche Bewusstsein.

Um auf den Abendmahlstreit zurückzukommen: das zweidimensionale Bewusstsein der Kirchenvertreter und deren Anhänger verwechselt seither permanent die Person des historischen Jesus mit dem Symbol des dreidimensionalen Bewusstseins - des "Christus". Wenn man aber aus Unwissenheit ständig Körper und Geist miteinander verwechselt, kommt es verständlicherweise zu den unsinnigsten Glaubenslehren.

Punkt 2:

Geist und Körper sind im Dreidimensionalen Bewusstsein keine polaren Gegensätze. Sie repräsentieren lediglich unterschiedliche "Schwingungsfrequenzen" innerhalb unseres Bewusstseinsspektrums. Für manche dieser "Frequenzen" sind unsere fünf Sinnen zuständig - und interpretieren sie entsprechend als physische Realität in Raum und Zeit, als "Materie". Und für andere Frequenzen ist unser Bewusstsein zuständig und interpretiert sie deshalb als Vernunft, als Gefühl, als "Geist".
Aus dem gleichen Grund - dass also nur in unserem Bewusstsein eine Trennung stattfindet zwischen Außen und Innen - sind auch Sein und Bewusstsein keine Gegensätze, vielmehr ist das Eine der Ausdruck des Anderen.

Wenn wir diese Aspekte auf den Abendmahlstreit übertragen, wo sich für fromme Katholiken Brot und Wein in Christus (soll heißen: Materie in Geist) verwandeln, so wandelt sich allenfalls etwas im Bewusstsein des andächtigen Betrachters... Aber Wandlung und Veränderung allgemein - aus der dritten Dimension des Bewusstseins betrachtet - sind sichere Anzeichen für ein subjektives Traumgeschehen. Nur als Träumer sehen wir ständige Veränderungen. Doch wer träumt, ist nicht bei vollem Bewusstsein.

Wenn von manchen medial begabten Menschen während der "Wandlung" etwa geheimnisvolle Lichtphänomene oder dergleichen beobachtet werden, so sind solche Mirakel nicht wunderbarer als etwa die Wahrnehmung der menschlichen Aura. Die Ursache der "Transsubstantiation" ist Astralmagie - auch wenn nur wenige Gläubige ihre heilige Kirche mit "Zauberei" in Verbindung bringen würden. - Jedenfalls sind solche Erscheinungen keine Rechtfertigung für päpstliche Verlautbarungen, die den Reformierten das "Wahre-Kirche-Sein" absprechen.




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Stand: August 2005