Die 3. DIMENSION: Jakobs Leiter - oder: die PYRAMIDE
Sobald unsere Wissenschaft erkannte, wie abhängig in der Forschung eine objektive Erkenntnis von der subjektiven Fragestellung (etwa durch einen Quantenphysiker) ist, betrat sie - ohne es zu wissen - die ersten Sprossen einer neuen, der Dritten Dimension des menschlichen Bewusstseins... in der Bibel umschrieben als Jakobs Traum von der Leiter, welche bis in den Himmel reicht. Gemäß dieser Erkenntnis ist die Welt jeweils das, was wir in ihr sehen. Das Subjekt erschafft (dank der Begrenztheiten seiner fünf Sinne) das Objekt seiner Wahrnehmung. Aber Objekt und Subjekt gemeinsam bilden - und das ist das Besondere - eine untrennbare Einheit... Die Dritte Dimension: Auch diese Erkenntnis-Ebene, die HÖHE des menschlichen Bewusstseins (die Leiter in Jakobs Traum), ist - wie die beiden unteren Dimensionen (das Horizontal und Vertikal des Kreuzes) - in sich polarisiert, diesmal jedoch innerhalb des betrachtenden Subjekts, also zwischen dem schlafenden Jakob unten sowie Gott am oberen Ende der Leiter (polarisiert aber auch zwischen Betrachtetem und Betrachter, zwischen der Identifikation und der Nicht-Identifikation mit der "Wirklichkeit" - zwischen materieller und geistiger Realität des erkennenden Subjekts). Übertragen wir alle drei beschriebenen Bewusstseins-Ebenen in die Dimensionen etwa des Raumes, so ergeben sie einen symbolisch dreidimensionalen Körper, eine Pyramide des Bewusstseins. Das Wissen um die Dreidimensionalität nicht nur der Materie sondern auch des Geistes - und speziell des erwachten menschlichen Bewusstseins - durch die Jahrtausende unserer geistigen Entwicklung hindurch zu bewahren, bis wir derlei endlich zu begreifen lernen, das ist die eigentliche Botschaft der Großen Pyramide von Gizeh. Die harmonische und damit erleuchtete Mitte zwischen allen drei Bewusstseins-Dimensionen bildet die Königskammer, die von allen sechs möglichen Extremen (rechts/links, vorn/hinten, unten/oben) gleich weit entfernt ist. Darum war diese Königskammer schon vor 10.000 Jahren ein spiritueller Ort der Einweihung, denn in ihr findet sich der Schlüssel zu unserem Sein.
Ein Beispiel für die Jakobsleiter auf physikalischer Ebene: Denken wir uns einen Wissenschaftler beim Studium der Welt in all ihren physikalischen Widersprüchen bzw. polaren Eigenschaften (positiv/negativ, elektrisch/magnetisch, Raum/Zeit, Licht/Materie usw.). Ein Wissenschaftler ist ein typischer Vertreter der 1. Bewusstseins-Dimension. Sollte er irgendwann erkennen, dass die in sich kreuz und quer polarisierte Welt als Ganzes nur den negativen Pol eines 'übergeordneten' noch größeren oder höheren Ganzen darstellt, dessen positiver Pol als 'unerkennbar' (oder allenfalls als 'geistig') gelten muss, so erreicht er die '2. Bewusstseins-Dimension' (das Kreuz aus Horizontal und Vertikal). Zum Vergleich: ein Theologe, der dieses 2D-Bewusstsein erreichen würde, könnte die Schöpfung - das All - quasi als einen körperlichen Aspekt der verborgenen Gottheit wahrnehmen. Sofern unser Wissenschaftler schließlich die Relativität seiner Forschungs-Resultate - abhängig vom Grad seines individuellen Erkennens - wahr nähme, so bewegte sich sein Geist aufwärts auf der Jakobsleiter, fort vom Objekt, vom Kreuz aus "Morgen, Mittag, Abend und Mitternacht", den subjektiven höheren Leitersprossen der Selbsterkenntnis entgegen. Entsprechendes wäre auch unserem Theologen möglich, würden ihn nicht Unwissenheit und wörtliches Verständnis seiner heiligen Schriften in der untersten Dimension seines Bewusstseins gefangen halten (siehe auch BENEDIKT XVI.).
Ein Beispiel für die Jakobsleiter auf spiritueller Ebene: Ein individualisiertes Bewusstsein - oder ein "Engel auf der Jakobsleiter" ("Höhe") - betrachtet die Welt ("Breite und Tiefe"). Steigt er dabei so tief hinab, dass er schließlich mit der materiellen Wirklichkeit identifiziert ist, so nimmt er sich als auf dem Boden stehender Mensch wahr, hin und her gerissen zwischen erlaubt und verboten, glauben und wissen, Himmel und Hölle. Wahrt er dagegen einen gewissen Betrachtungsabstand, so erkennt er sich nach wie vor als Mittler zwischen dem Fundament einer (gedachten) Pyramide und deren Spitze, zwischen dem "Kreuz" und dem "Auge des Osiris", zwischen Gott und der Welt. * * * Stand: August 2005
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