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Jakobs Leiter - Bewusstsein im Dritten Jahrtausend
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Tarock-OrakelJakobs Leiter - Bewusstsein im Dritten Jahrtausend

Schöpfungs - Beispiele


Während allseits eifrig darüber gestritten wird, ob die Welt nun infolge von sechs Tagen göttlichen Werkelns oder vielmehr vermittels Urknall in Erscheinung getreten sei, wollen wir den diesbezüglichen mentalen Leerlauf unserer religiösen und wissenschaftlichen Koryphäen hier ein wenig vernachlässigen.
Stattdessen wollen wir uns dem zuwenden, was uns die uralte kabbalistische Geheimlehre vom Baum des Lebens zum Thema Schöpfung zu sagen hat. Dann erkennen wir nämlich irgendwann, dass diese Fragen nach dem Ursprung der Welt ins Leere zielen, weil ihnen unsere Vorstellungen von Raum und Zeit zugrunde liegen.
Der Knackpunkt, den kein Theologe und kein Wissenschaftler begreifen kann, liegt in der Illusion begründet, die uns Geist als Materie darstellt... Wir halten die Schöpfung für "real". Aber lassen wir das.
Versuchen wir stattdessen, die Gesetzmäßigkeiten zu betrachten, nach denen sich - der Kabbala zufolge - die Schöpfung manifestiert.



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Die Schöpfung ist nach dem Prinzip des gleicharmigen Kreuzes (siehe auch KREUZ) geordnet: ein Höheres (1) lässt auf einer zweiten, niedrigeren Seins-Ebene durch Teilung oder Polarisierung (2 und 3) etwas Neues - eine neue Einheit (4) - aber auf einer noch tieferen, einer dritten Seins-Ebene entstehen.
Ein Beispiel:
die Menschheit (Ebene 1) erzeugt durch Polarisierung in Mann und Frau (Ebene 2) das Einzelwesen Mensch (Ebene 3). Die Ebenen 1 und 3 bezeichnen die Vertikale des Kreuzes, die Ebene 2 steht für dessen Horizontale.

Der umgekehrte Weg - aufwärts - lässt uns ein beliebiges Sein (Ebene 3) als das Produkt einer Polarisierung auf übergeordneter Ebene (Ebene 2) erklärbar werden, das in einer noch höheren Einheit (Ebene 1) seine Ursache hat.
Zum Beispiel:
ein Gesetz (Ebene 3) entsteht nach Abwägung von Für und Wider (Ebene 2) durch den Gesetzgeber (Ebene 1).

Diese beiden Beispiele benennen vertikale Hierarchien auf der jeweils gleichen Existenzebene (Menschheit/Individuum, Gesetz/Gesetzgeber). Aber auch so unterschiedliche Ebenen wie Materie und Geist sind nach dem Schlüssel des Kreuzes miteinander verbunden. Wir müssen nur die richtige Zuordnung bedenken.

Agnostiker können mit Hilfe dieser schlichten Metaphysik erkennen, dass sich die Existenz Gottes tatsächlich beweisen lässt - beispielsweise so:


Die - alttestamentliche - Schöpfung (Ebene 3) manifestiert sich durch Raum und Zeit (Ebene 2) aus einer übergeordneten Einheit heraus (Ebene 1). Was für eine Einheit könnte das sein, in der Raum und Zeit zusammengefasst sind? Nennen wir sie versuchsweise Universum - oder besser (der höheren Ebene geschuldet) "All". Aus der biblischen Schöpfung der "Welt" (unserem Sonnensystem) sind wir so zum Universum oder zum All gelangt.
Braucht ein Agnostiker weitere Anleitung? Bitte sehr:
Wir setzten zwei Formen des Universums voraus: das Unmanifestierte (die Leere) und das Manifestierte (die Galaxien). Die Formel lautet nun:
Das All (Ebene 3) manifestiert sich durch Erschaffenes und Unerschaffenes (Ebene 2) aus einer höheren Einheit (Energie? Geist?) heraus (Ebene 1). Hier ist bereits die Logik des Agnostikers gefordert: Wenn er jetzt noch nicht auf Gott trifft, stehen ihm beliebige weitere Anwendungen der Formel offen - auch wenn diese nicht gegen Blindheit hilft.


Die Funktion von Horizontal und Vertikal des "heidnischen" Kreuzes in der Sprache der Alten: der Schöpferwille - Gott als "Einheit" - steigt herab, indem er sich in eine (polarisierte, aktiv-passive, männlich-weibliche) "Zweiheit" teilt. Die so entstehende schöpferische "Dreiheit" gebiert ein Viertes - seine Schöpfung, als eine neue Einheit, aber wiederum auf einer tieferen Seins-Ebene.

Die Alten bezeichneten diese Vierheit - neben dem gleicharmigen Kreuz - unter anderem auch mit den klassischen vier Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde. Innerhalb des Menschen bezeichnet "Feuer" dessen Geist (Ebene 1), "Luft" und "Wasser" sein Denken und Fühlen (Ebene 2) und "Erde" seinen physischen Körper (Ebene 3). Es ist demnach das Bewusstsein des Menschen, welches durch sein individuelles Fühlen und Denken die Qualität seiner materiellen Existenz bestimmt.

So gilt es also, das große Geheimnis des Kreuzes nicht länger in seiner christlichen Wahrnehmung als grausames Folterinstrument für den einzigen Sohnes Gottes zu sehen - sondern vielmehr in seinem verborgenen schöpferischen Potential.


Wenn wir dem Glauben der Christen folgen, brauchen wir uns um unser Seelenheil weiter keine Gedanken mehr zu machen, weil ja der Erlöser für uns gestorben ist.
Folgen wir dagegen den Lehren der Metaphysik, so erkennen wir in jedem Menschen den Sohn Gottes, der für die jeweilige Dauer aller seiner körperlichen Existenzen schwer am Kreuz der Welt trägt und leiden muss, bis er endlich alle Untaten aus seinen früheren Leben abgebüßt hat.

Wer also aktiv zur Qualität seiner ferneren Existenzen beitragen möchte, der sollte sich schon heute durch sein Denken (!) und Tun bemühen, die Gesetze der "RESONANZ" sowie von "Ursache und Wirkung" (siehe URSACHE) nicht gegen sondern für sich arbeiten zu lassen.

Wem dagegen an zukünftigen Leben nichts liegt, weil er den Tod mehr liebt als das Leben, der wird seine nächsten Existenzen erst einmal damit zubringen, den Tod fürchten zu lernen - ehe er an die Verbesserung seiner ferneren Lebensumstände denken kann. Denn nur wer das Leben liebt, verfügt über das erforderliche Konto, um seine frühere Schuld zu begleichen.


Fassen wir zusammen:

Es ist Zeit- (und Geld-)verschwendung, die Schöpfung dadurch begreifen zu wollen, dass wir mit physikalischen Maßstäben (à la CERN) nach einem Urknall forschen. Denn das ist ein Unterfangen der 1. Dimension des Bewusstseins - und damit zum Scheitern verurteilt, weil es dem Gegenstand seiner Forschung nicht gerecht werden kann.

Geist lässt sich nur in sehr engen Grenzen messen, wiegen, berechnen oder erklären - nämlich dort, wo er uns räumlich-materiell als unsere "reale" Welt zugänglich ist. Je mehr sich aber der Raum ausdehnt - und in Zeit verwandelt, desto geistiger wird er... Das All ist ein rein geistiges Phänomen.





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Stand: August 2005