Das Große Gesetz von "Ursache und Wirkung" ist eine Funktion des metaphysischen oder "heidnischen" Kreuzes. Es regelt alles Sein und alles Bewusstsein - im Makrokosmos "All" wie im Mikrokosmos Mensch - unabhängig von unseren jeweiligen religiösen Lehren und Überzeugungen.
Dennoch sind es die Religionen, die uns dank der wundersamen Schilderungen teils unglaublicher Begebenheiten aus der Frühzeit des Orients mit eben diesem Gesetz von Ursache und Wirkung vertraut machen möchten - ob wir die jeweiligen Geschichten nun glauben oder nicht...
Die Religion der Juden und Christen ist in Erzählungen gekleidete Metaphysik. Wer sich heutzutage - auf der Suche nach Sinn und Wahrheit - nicht mehr angesprochen fühlt von der gebetsmühlenartig wiederholten Aufforderung zum Glauben an all diese alten Berichte und heiligen Schriften, dessen Bewusstsein ist möglicherweise dem Kopf (Metaphysik) inzwischen näher als dem Bauch (Religion).
Ursache und Wirkung bezeichnen die polaren metaphysischen Urkräfte, welchen wir alles Sein verdanken - uns vertraut als Aktiv und Passiv oder als Positiv und Negativ, als Yang und Yin, als elektrisch und magnetisch, als Mann und Frau. Ja selbst Schuld und Sühne, Krieg und Frieden, Geist und Materie, Gott und die Welt sind Erscheinungsformen dieses allgegenwärtigen Urprinzips, des Gesetzes von "Ursache und Wirkung".
Das Dreidimensionale Bewusstsein lehrt uns, die drei unterschiedlichen Qualitäten dieses einen Großen Gesetzes zu erkennen. Jede einzelne dieser drei Qualitäten oder Dimensionen (materiell, materiell-geistig und rein geistig) ist dabei wiederum in sich polarisiert - eben nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung (siehe auch
KREUZ und
PYRAMIDE).
Keine Ursache bleibt ohne Wirkung - und jede Wirkung wiederum schafft neue Ursachen. Alles Sein ist ausnahmslos diesem Prinzip unterworfen.
Darum ersetzt dieses eine Gesetz von Ursache und Wirkung all die frommen Gebote und Verbote religiöser Vorschriften des orientalischen Altertums, sobald wir unser Bewusstsein entfalten.
Gemeinsam stehen Ursache und Wirkung für das Prinzip der Polarität. Polarität lässt Energie fließen. Energiefluss erzeugt Schwingung. Schwingung äußert sich vielfältig - elektromagnetisch, optisch, akustisch etc. ("Am Anfang war das Wort...")
Sehr langwellige akustische Energie-Frequenzen nehmen wir nicht mehr als Klang oder Ton wahr sondern als Rhythmus... Unseren Lebensrhythmus wiederum bestimmen Schwingungen wie Tag und Nacht, Sommer und Winter, Kindheit und Alter... Aber auch Tod und erneute Geburt sind eine "Schwingungsform", und zwar die des erwachenden Bewusstseins - ständig oszillierend zwischen Sein und Nichtsein, bis es in die Selbsterkenntnis jenseits aller materiellen Phänomene mündet.
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Stand: August 2005